Tempo runter, Kontrolle rauf – das neue Spielgefühl

Wenn im November „Call of Duty: Black Ops 7“ erscheint, steht nicht nur die Story im Fokus, sondern auch eine Veränderung, die viele Fans sofort bemerken werden: das Movement. Während in den letzten Jahren immer schneller gesprintet, geslidet und geklettert wurde, zieht Treyarch nun bewusst die Bremse. Der sogenannte „Tac-Sprint“, der Spielern bisher ein extremes Geschwindigkeits-Upgrade ermöglichte, ist in der Standardversion komplett gestrichen.

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Doch das bedeutet nicht, dass die Community aufs Gaspedal verzichten muss. Design Director Matt Scronce erklärt in einem offiziellen Video: „Die grundlegende Design-Philosophie für unser Kern-Movement in Black Ops 7 war es, einen kleinen Schritt zurückzugehen.“ Gleichzeitig verrät er, dass die Basisgeschwindigkeit dafür leicht erhöht wurde. Wer den Tac-Sprint dennoch nutzen will, kann ihn über das Perk-System aktivieren. Ein cleverer Kniff, der zwischen taktischem Vorgehen und aggressivem Pushen unterscheidet.

Damit reagiert Treyarch auch auf die oft hitzigen Debatten innerhalb der Fangemeinde: Soll Call of Duty eher ein strategischer Shooter bleiben oder ein High-Speed-Karussell für Adrenalinjunkies? Mit diesem Ansatz will das Studio beiden Seiten gerecht werden.

Nicht wie Ping-Pong-Bälle – Wandsprünge, aber keine Jetpacks

Ein weiterer Punkt, der im Vorfeld für Aufsehen sorgte, waren die spektakulären Sprünge im Trailer. Viele Spieler befürchteten eine Rückkehr von Jetpacks und überdrehten Moves. Scronce stellte jedoch klar: „Was ihr dort gesehen habt, war unser Kinetic Jump – und der ist ausschließlich in der Koop-Kampagne verfügbar.“

Im Multiplayer dagegen setzt Treyarch auf ein verbessertes „Omni-Movement“ sowie die Einführung von Wandsprüngen. Bis zu drei Sprünge hintereinander sind möglich, allerdings mit abnehmendem Schwung. „Wir wollen vermeiden, dass Spieler wie Ping-Pong-Bälle durch die Maps fliegen“, so Scronce. Wallruns oder Doppelsprünge wird es nicht geben, und auch futuristische Jetpacks bleiben außen vor.

Ein Enterhaken, der im Koop-Modus für Aufsehen sorgt, könnte möglicherweise in den 20v20-Schlachten integriert werden – aktuell prüft das Studio noch, ob er dort ins Balancing passt. Zudem dürfen sich Fans auf Neuauflagen klassischer Black-Ops-Maps freuen, die „so noch nie dagewesen“ sein sollen.

Mit diesen Anpassungen versucht Treyarch, den Spagat zwischen moderner Innovation und nostalgischem Spielgefühl zu meistern – ein Balanceakt, der für den Erfolg von Black Ops 7 entscheidend werden könnte.

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