Ein Studio zwischen zwei Welten – und eine Ikone, die nicht verschwindet

Wenn ein traditionsreiches Studio plötzlich eine völlig neue Marke übernimmt, beginnen Fans sofort zu spekulieren. Bei IO Interactive ist es nicht anders: Seit der Ankündigung von „007: First Light“ steht die Frage im Raum, was das für die Zukunft von Hitman bedeutet. Immerhin ist Agent 47 seit über zwei Jahrzehnten das Gesicht des Unternehmens, ein Charakter, an dem ein Großteil des Erfolgs hängt.

Mit dem Bond-Projekt betreten die Dänen erstmals seit Langem neues Terrain. Doch während die Entwicklung Fahrt aufnimmt, herrschte Unklarheit darüber, ob Hitman damit als abgeschlossen gilt. Ein ausführliches Gespräch mit Variety bringt nun Licht ins Dunkel – und zeigt, dass die beiden Serien enger miteinander verwoben sind, als viele denken.

„Hitman ist unser Herzstück“: Warum 007 nicht das Ende bedeutet

IO-Interactive-CEO Hakan Abrak wählt im Variety-Interview klare Worte: „Hitman war immer unser Flaggschiff – und das bleibt es auch.“ Der Satz dürfte Fans weltweit erst einmal aufatmen lassen. Zwar liegt der Fokus aktuell auf „007: First Light“, doch die Entwickler sehen darin keinen Ersatz, sondern eine Erweiterung ihres kreativen Spektrums.

Abrak betont, dass ihre Arbeit an Bond vieles möglich mache, was zuvor im Hitman-Kosmos undenkbar schien. Technische Systeme, die sie für 007 entwickeln, fließen laut Abrak langfristig zurück in ihre Hausserie. Besonders interessant: Der Erfolg von Agent 47 habe im Grunde den Weg für das Bond-Projekt überhaupt erst geebnet – nicht umgekehrt.

Gleichzeitig arbeitet das Team bereits an Verbesserungen für das bestehende „World of Assassination“. Ein Koop-Modus steht ganz oben auf der Liste. Abrak sieht darin eine neue spielerische Ebene, die das präzise Stealth-Gameplay erweitern und auflockern könnte. Diese Experimente helfen dem Studio wiederum dabei, besser zu verstehen, wie Hitman 4 aussehen könnte – auch wenn hier bewusst noch nichts Konkretes verraten wird.

Nach Bond kommt Hitman 4: Was Fans wirklich erwartet

Die wichtigste Nachricht kommt aber im zweiten Teil des Interviews: Hitman 4 ist nicht nur wahrscheinlich, sondern fest eingeplant – allerdings nach dem Bond-Zyklus. IO Interactive macht deutlich, dass man erst „007: First Light“ zu Ende führen will, bevor die nächste Ära von Agent 47 beginnt.

Die Entwickler wissen dabei genau, wie vielfältig die Erwartungen der Community sind. Einige Fans wünschen sich eine radikale Neuerfindung, andere wollen eine Rückkehr zu den offenen Sandbox-Karten früherer Teile. Abrak spricht von „vielen starken Meinungen“, aber auch davon, wie stolz das Team auf die bisherige Trilogie sei. Vieles, was dort entstanden ist, habe direkt zum Bond-Projekt geführt – und werde nach dessen Abschluss wieder zurück nach Hitman fließen.

Bis dahin lässt IO Interactive Hitman jedoch nicht verstauben. Die World-of-Assassination-Plattform wird weiterhin gepflegt – inklusive prominenter Gastauftritte. Jüngstes Beispiel: Rap-Legende Eminem, der sich in eine Reihe mit Bruce Lee und anderen Ikonen einreiht, die das Spiel in letzter Zeit belebt haben. Solche Events halten nicht nur die Community aktiv, sie zeigen auch, wie relevant Hitman für das Studio bleibt.

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