Ubisoft plant die Schließung des finnischen Studios RedLynx und meldet zugleich 70 betroffene Positionen bei Ubisoft Singapore, dem Entwicklungsstandort von Assassin’s Creed: Black Flag Resynced. Während die Maßnahme in Singapur bereits angekündigt ist, steht der Vorschlag für RedLynx noch unter dem finnischen Verhandlungsprozess und könnte bis zu 52 Positionen betreffen.
RedLynx-Schließung ist noch nicht endgültig
Eurogamer berichtete am 14. Oktober über die geplanten Einschnitte und veröffentlichte Angaben von Ubisoft. Auch VGC meldete die beabsichtigte Schließung sowie den Stellenabbau in Singapur. Ubisoft zufolge bleibt das Studio in Südostasien ein wichtiger Teil seiner globalen Produktionsorganisation.
RedLynx ist vor allem für die Trials-Reihe bekannt. Ubisoft übernahm das finnische Studio 2011 nach dem Erfolg von Trials HD; die letzte große eigenständige Veröffentlichung war laut Eurogamer Trials Rising aus dem Jahr 2019. Einen konkreten Grund für den geplanten Schritt nannte Ubisoft dem Bericht zufolge nicht näher.
Der vorgeschlagene Schritt betrifft damit ein langjähriges Studio, dessen Spiele seit Jahren zum Ubisoft-Katalog gehören. Ob die Schließung tatsächlich umgesetzt wird, hängt zunächst vom lokalen Änderungs- und Verhandlungsverfahren ab. Die Zahl von bis zu 52 Positionen beschreibt dabei die mögliche Reichweite des Vorschlags, nicht bereits bestätigte Entlassungen.
Black Flag Resynced verkaufte sich schnell
Der Stellenabbau in Singapur trifft ein Team, das an Ubisofts Black-Flag-Projekt gearbeitet hat. Eurogamer zufolge überschritt Black Flag Resynced innerhalb von zwei Wochen die Marke von 3,5 Millionen verkauften Exemplaren. Eine Version für Nintendo Switch 2 sei Berichten zufolge ebenfalls in Arbeit; Ubisoft hat sie laut dem Bericht jedoch nicht bestätigt.

Die beiden Maßnahmen fallen in eine umfassendere Neuorganisation des Unternehmens. Eurogamer verweist dabei auf die Bündelung mehrerer Marken unter der neuen Tochtergesellschaft Vantage und eine Ausweitung des Ubisoft-Massive-Labels auf weitere Marken. Ein direkter Zusammenhang zwischen diesen Änderungen und den konkreten Stellenentscheidungen wurde nicht genannt.
Verhandlungen in Finnland stehen noch aus
Für RedLynx ist der nächste Schritt das vorgeschriebene lokale Verfahren in Finnland. Bis zu dessen Abschluss sind sowohl der endgültige Umfang möglicher Stellenverluste als auch der Zeitplan der geplanten Schließung offen.



