Kampfszene aus The Witcher 3

Zehn Jahre nach dem Klassiker The Witcher 3 steht die Reihe vor einem gewaltigen Neustart. Mit dem kommenden The Witcher 4 wagt CD Projekt RED nicht nur den Sprung in eine neue Ära, sondern plant gleichzeitig eine der ambitioniertesten Veröffentlichungsstrategien der Studio-Geschichte. Die Fans warten seit der offiziellen Ankündigung im Dezember des letzten Jahres auf konkrete Einblicke – und bekommen nun eine klare Richtung vorgegeben.

Was bislang nur als Vision galt, wurde auf einer aktuellen Investorenkonferenz (Quelle: GameRant) deutlich bestätigt: Das Studio will nicht wieder jahrelange Pausen zwischen den Teilen zulassen. Stattdessen entsteht die neue Saga rund um Ciri in einem Tempo, das in der modernen AAA-Entwicklung nahezu beispiellos ist.

„Die gesamte Trilogie in sechs Jahren“ – Ein Versprechen, das überrascht

„Unser Plan ist es weiterhin“ – Wie RED das Unmögliche möglich machen will

Michal Nowakowski, Co-CEO von CD Projekt RED, formulierte die kühne Roadmap klar und deutlich:
„Unser Plan ist es weiterhin, die gesamte Trilogie innerhalb eines Sechsjahreszeitraums zu veröffentlichen.“
Damit wäre The Witcher 4, 5 und 6 in einem Zeitraum zu erwarten, für den andere Studios nicht einmal ein einziges Großprojekt fertigstellen.

Voraussetzung dafür ist ein reibungsloser Start. The Witcher 4 befindet sich seit November 2024 in Vollproduktion, derzeit mit 447 aktiven Entwicklerinnen und Entwicklern – eine der größten Teams, die das Studio je zusammengestellt hat. Laut Nowakowski verlaufe alles „im vorgesehenen Tempo“. Sollte der Titel also tatsächlich 2027 erscheinen, wären die nächsten Meilensteine klar umrissen.

Der Plan dahinter: weniger Neuanfang, mehr Wiederverwendung

Die große Beschleunigung beruht vor allem auf einer neuen technischen Basis. Nachdem The Witcher 4 auf der Unreal Engine 5 entwickelt wird, sollen Assets, Systeme und Werkzeuge nahtlos in TW5 und TW6 übernommen werden. Viele Produktionsschritte könnten dadurch entfallen – ein Ansatz, den CD Projekt RED bereits mehrfach als entscheidenden Faktor hervorhob.

Kommt alles wie geplant, wäre The Witcher 5 Ende 2030 oder Anfang 2031 realistisch. The Witcher 6 würde spätestens 2033 folgen und die Trilogie abschließen.

„Mehr als eine Trilogie“ – Eine Zukunft, die weit über Ciri hinausgeht

Aktuell konzentriert sich das Studio voll auf The Witcher 4. Trotzdem ist längst bekannt, dass weitere Projekte im Hexer-Universum parallel entstehen. Zwar stehen diese noch im Schatten des großen Haupttitels, doch interne Teams arbeiten bereits an Konzepten für Spin-offs und neue Ideen, die das Universum langfristig erweitern sollen.

Dabei setzt CD Projekt RED weiterhin auf sein Kernversprechen: keine Abstriche an Qualität, keine Abkehr von der eigenen Designphilosophie. Die Fehler von Cyberpunk 2077 will das Studio nicht wiederholen – und kommuniziert heute vorsichtiger, aber gleichzeitig entschlossener.

Warum 2027 zum Schicksalsjahr werden könnte

Mit dem Release von The Witcher 4 beginnt ein neues Kapitel für eine der größten Rollenspielreihen der Welt. Gelingt der Start, könnte die gesamte Branche neu darüber diskutieren, wie schnell große Trilogien heutzutage entstehen können. Scheitert er, fällt die komplette Zeitplanung in sich zusammen.

Doch im Moment wirkt CD Projekt RED zuversichtlich wie lange nicht: klare Worte, klare Ziele – und ein Versprechen, das die Fans elektrisiert.

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