
„Es dauert – aber das Warten soll sich lohnen“
Über sieben Jahre sind seit der Ankündigung von The Elder Scrolls 6 vergangen – und die Geduld der Fangemeinde wird weiter auf die Probe gestellt. In einem Interview mit dem Magazin GQ erklärte Bethesdas Studioleiter Todd Howard, das Rollenspiel sei „noch in weiter Ferne“. Trotz wachsender Ungeduld vieler Spieler versuchte Howard, die Erwartungen zu dämpfen: „Ich predige Geduld. Ich möchte nicht, dass Fans unruhig werden.“
Damit bestätigt Howard, was viele bereits vermuteten: Die Entwicklung des Nachfolgers von Skyrim schreitet langsamer voran, als man es von Bethesda gewohnt ist. Das Studio hatte zuletzt mit Starfield ein komplett neues Sci-Fi-Universum geschaffen – ein Projekt, das laut Howard „eine kreative Pause“ vom Fantasy-Setting der Elder-Scrolls-Welt bot. Diese bewusste Distanz sei notwendig gewesen, um mit neuer Energie und frischen Ideen an The Elder Scrolls 6 arbeiten zu können.
Ein Blick zurück verdeutlicht die lange Wartezeit: Zwischen der Veröffentlichung von Skyrim im November 2011 und der Ankündigung des neuen Teils im Juni 2018 lagen bereits 2.403 Tage. Inzwischen sind es über sieben Jahre seit dem Reveal-Trailer – und dennoch scheint der Release noch in weiter Ferne. Laut Howard befinde sich das Spiel zwar in internen Tests, doch von einem Veröffentlichungstermin sei man „noch weit entfernt“.
Hoffnung auf ein spektakuläres Comeback
Trotz der ernüchternden Aussagen ließ Todd Howard auch Raum für Hoffnung – und ein wenig Spekulation. Er sprach über seine Vorliebe für Überraschungen und ließ dabei einen Satz fallen, der Fans aufhorchen ließ: „Ich mag es, Dinge einfach anzukündigen und dann direkt zu veröffentlichen.“ Damit spielt er auf das sogenannte Shadowdrop-Prinzip an, bei dem ein Spiel ohne vorherige Vorwarnung erscheint. Laut Howard sei der kürzliche Oblivion Remaster-Drop ein „Testlauf“ für genau so ein Szenario gewesen.
Diese Aussage befeuert die Gerüchte, dass Bethesda eines Tages völlig unerwartet The Elder Scrolls 6 präsentieren könnte – vielleicht sogar auf der nächsten Xbox-Generation. Auch eine PC-Version gilt als sicher, während ein möglicher PS6-Release noch offen bleibt.
Abseits der großen Produktionsfragen arbeitet Bethesda aktuell an einer besonders emotionalen Geste: Ein verstorbener Fan, zu dessen Ehren mehr als 85.000 Dollar für die Make-A-Wish Foundation gesammelt wurden, wird im Spiel verewigt. Das Studio habe eng mit der Fangemeinschaft zusammengearbeitet, um die Figur authentisch zu gestalten.
So sehr Todd Howard auch auf Geduld pocht – eines steht fest: Wenn The Elder Scrolls 6 schließlich erscheint, wird es mehr als nur ein Spiel sein. Es wird ein Symbol für Ausdauer, Leidenschaft und die unerschütterliche Hoffnung einer Fangemeinde, die über ein Jahrzehnt gewartet hat.

