
Ein Abenteuer beginnt – noch bevor der Film im Kino landet
Wenn eine Marke wie „The Legend of Zelda“ endlich den Sprung ins Live-Action-Kino God of War: Amazon möchte Live-Action-Serie machenwagt, entsteht automatisch eine Erwartungshaltung, die kaum zu überbieten ist. Jahrzehntelang galt die Reihe als unantastbar, als Stoff, den man nur mit äußerster Vorsicht und großem Respekt in ein neues Medium überführt. Nun sind ausgerechnet spontane Smartphone-Aufnahmen aus Neuseeland die ersten Eindrücke, die Fans weltweit zu sehen bekommen.
Die Clips zeigen Benjamin Evan Ainsworth als Link und Bo Bragason als Prinzessin Zelda in ihren vollständigen Kostümen – und allein dieser Moment wirkt fast surreal. Statt Render-Trailer und Konzeptzeichnungen sieht man echte Schauspieler in einer echten Landschaft, flankiert von einem Filmteam, das offensichtlich an einer groß angelegten Fantasyproduktion arbeitet. Die Kulissen erinnern an jene weitläufigen Regionen Neuseelands, die schon die „Herr der Ringe“-Filme geprägt haben und die für viele Studios zum weltweiten Synonym für epische Welten geworden sind.
Was die Fans besonders staunen lässt: Die Optik scheint sich an den jüngsten Spielgenerationen zu orientieren. Die Kostüme weisen klare Parallelen zu „Breath of the Wild“ und „Tears of the Kingdom“ auf. Damit wird angedeutet, dass der Film nicht zwangsläufig eine Neuinterpretation darstellt, sondern eher einen vertrauten Stil aufgreift. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, man betrete filmisch Neuland – ein Live-Action-Projekt dieser Größenordnung gab es in der Zelda-Geschichte noch nie.
„Stilistisch an Breath of the Wild orientiert“ – Set-Videos wecken Erwartungen und Bedenken
Je länger die Clips im Netz kursieren, desto intensiver wird diskutiert, was sie implizieren. Einige Zuschauer fühlen sich beim ersten Blick auf Link und Zelda an Cosplay-Treffen rund um die Gamescom erinnert. Das liegt nicht daran, dass die Ausstattung billig wirkt, sondern vielmehr daran, dass die Figuren so ikonisch sind, dass jede realistische Darstellung zwangsläufig ungewohnt erscheint. Genau darin steckt das Risiko eines Live-Action-Films: Er muss den Spagat schaffen, glaubwürdig und hochwertig zu wirken, ohne die vertrauten Designs zu verfremden.
Spannend ist auch der Kontext im Hause Nintendo. Bislang hatte der Konzern vor allem mit Animationsfilmen geglänzt. Der „Super Mario Bros. Film“ entwickelte sich unter Illumination zu einem globalen Kinohit – ein Erfolg, der nun die Messlatte höher legt. Dass Nintendo bei „Zelda“ erstmals auf Realfilm setzt, zeigt Mut, aber auch das Vertrauen darin, dass die Fantasy-Welt filmisch tragfähig ist. Offiziellen Angaben zufolge soll der Film am 7. Mai 2027 in den US-Kinos starten. Für Deutschland steht ein Termin noch aus.
Wie viel die Set-Videos tatsächlich vorwegnehmen, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Diese ersten Bilder haben die Tür geöffnet. Nun wächst die Spannung auf alles, was folgt – vom ersten offiziellen Teaser über die vollständigen Kostüme bis hin zur Frage, wie Zelda und Link auf der großen Leinwand harmonieren werden. Fans erleben gerade die Geburtsstunde eines Projekts, über das in zwei Jahren wohl jeder spricht.

