John Romero, Ikone der Games-Geschichte, glaubt nicht mehr an die Zukunft riesiger Blockbuster-Spiele. Stattdessen schwärmt er von kleineren, kreativen Titeln wie Clair Obscur: Expedition 33 – und ist mit dieser Meinung nicht allein.

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„Kleine Teams, große Ideen“ – Wie Indies die Branche wachrütteln

John Romero, Mitentwickler des legendären Doom, ist kein Mann für leise Worte – und schon gar keiner, der Entwicklungen in der Gaming-Welt einfach hinnimmt. In einem aktuellen Deep-Dive-Video von Nightdive Studios spricht er offen aus, was viele Spieler schon lange denken: Die Ära der millionenschweren AAA-Games könnte ihrem Ende entgegensehen. Stattdessen, so Romero, liefern kleinere Studios mit Herzblut und Mut zum Risiko die spannendsten Impulse für die Zukunft der Branche.

Der Grund dafür liegt für ihn auf der Hand. Große Studios wirken oft gefangen in ihren Strukturen: zu viele Stakeholder, zu hohe Budgets, zu viel Angst vor Fehlschlägen. Kleine Entwicklerteams hingegen können mit schlanken Prozessen und kreativer Freiheit überraschen – wie etwa bei Stardew Valley, Balatro oder Undertale. Diese Spiele entstehen nicht aus Kalkül, sondern aus Leidenschaft. Und genau das spüren die Spieler.

Romero nennt als aktuelles Paradebeispiel Clair Obscur: Expedition 33. Ein Titel, der nicht nur grafisch heraussticht, sondern auch mutig eine neue Spielidee verfolgt – ohne sich dabei an gängige Genre-Klischees zu klammern. In seinen Augen bringen solche Werke dringend benötigten Schwung zurück in die Branche, und könnten sogar die Großen dazu zwingen, ihre Strategien zu überdenken.

AAA am Limit – „Heute geht es um Inhalte, nicht Technik“

„Früher hat es gereicht, bessere Grafik zu liefern – heute nicht mehr.“ Für Romero ist der technische Wettlauf beendet. Spieler wünschen sich Substanz, Geschichten und echte Innovation statt bombastischer, aber leerer Spielewelten. Und genau daran scheitern immer mehr Blockbuster: Sie sehen beeindruckend aus, bleiben aber oft seelenlos.

Die Entwicklung sieht man deutlich: Während einige Großproduktionen kaum Erwartungen erfüllen, feiern kleinere Titel riesige Erfolge. Helldivers 2, Baldur’s Gate 3 oder eben Expedition 33 stehen sinnbildlich für diesen Wandel. Die Indie- und AA-Studios müssen nicht mit Werbemillionen überzeugen – sie gewinnen durch Ideen, Atmosphäre und cleveres Design.

https://store.steampowered.com/?l=germanRomero spricht damit aus, was sich in den Köpfen vieler Entwickler und Spieler abzeichnet: Die digitale Vertriebswelt senkt die Einstiegshürden, Steam spült jährlich Tausende neue Indie-Titel an die Oberfläche – und die besten davon beweisen, dass Größe längst kein Qualitätsmerkmal mehr ist. Seine klare Botschaft: Die Zukunft der Videospiele gehört denen, die sich etwas trauen. Und sie beginnt genau jetzt.

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