Scuf Prestige

Scuf Gaming ist in der e-sport-Szene ein fester Begriff. Die meisten Athleten nutzen ein oder mehr Produkte von Scuf. Von daher horcht man immer auf, wenn Scuf etwas Neues auf den Markt bringt. Seit kurzem ist der Scuf Prestige XBox Controller im Handel erhältlich. Mit diesem konkurriert Scuf mit Microsoft um die Krone der XBox Controller. Wer sie am Ende gewinnt, wird wohl erst geklärt werden, wenn der XBox Elite 2 Controller im November auf dem Markt ist. Das gibt uns aber immerhin die Zeit, uns den neuen Scuf ganz genau anzuschauen.

Hierzu haben wir den Scuf Prestige dem Fortnite-Profi RaZe_mexi in die Hand gegeben, der ihn ausgiebig mit Fortnite und Mario Kart getestet hat. Soviel können wir schonmal verraten: Er war begeistert mehr als der Scuf Impact. Aber der Reihe nach.

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Design und Verarbeitung

Wir könnten jetzt den Scuf Prestige mit dem XBox Elite vergleichen, aber das wäre nicht fair. Denn Scuf hat sich all die kleinen und großen Probleme des Elite angeschaut und versucht, beim Prestige besser zu machen. Und das ist Scuf auch gelungen.

Auf den ersten Blick ähnelt der Scuf Prestige dem XBox Elite sehr stark, was anzunehmen war. Der größte Unterschied ist die Anordnung der Paddles, die wie beim Scuf Impact angeordnet sind und einen besseren Zugang bieten als beim Elite.

Das Frontteil des Prestige ist austauschbar und kann in vielen Designs bei Scuf bestellt werden, ganz nach dem eigenen Geschmack. Auch die Thumbsticks können ganz nach gusto verändert werden. Was hingegen nicht zu verändern ist, ist die Anordnung auf der Oberfläche. So ist es leider nicht möglich, das Steuerkreuz zu wechseln oder zum Beispiel Steuerkreuz und linken Thumbstick zu tauschen.

Die Verarbeitung ist Scuf-typisch hervorragend, mit einer kleinen Ausnahme. Die auswechselbare Oberfläche hinterlässt einen kleinen Spalt. Ansonsten hält man mit dem Scuf Prestige ein hochwertiges Qualitätsprodukt in den Händen. Es quietscht oder knarzt nichts, so sehr man auch versucht den Controller zu drücken, drehen oder biegen.

Haptik

Nimmt man den Scuf Prestige das erste Mal in die Hand, bemerkt man direkt die hervorragende Oberfläche der Bereiche, mit denen man den Scuf hält. Er scheint förmlich an den Handflächen zu kleben, allerdings ohne sich unangenehm anzufühlen. Die Halter sind mit einem gummierten Wabenmuster versehen, die ein Verrutschen der Hände zuverlässig verhindern, auch bei massivem Handschweiß bieten sie stets einen sicheren Griff. Die Oberfläche hingegen besteht aus Kunststoff, der unanfällig gegen Fingerabdrücke ist und sich ebenfalls sehr angenehm unter den Fingern anfühlt.

Scuf Prestige
Der Scuf Prestige in seinen auswechselbaren Einzelteilen

Auch die Thumbsticks sind gummiert und bieten den Daumen einen unfassbar sicheren Halt. Wer es allerdings gerne glatter hat, kann die Thumbsticks natürlich auch tauschen. Auch die anderen Tasten weisen eine überzeugende Haptik auf. Die Hubwege aller Tasten sind extrem kurz, damit die Reaktionszeit bei schnellen Spielen möglichst gering gehalten wird. Das trifft auch für die Paddle an der Unterseite zu.

Die Paddle sind schnell zu entfernen und bei Bedarf einzeln wieder anzubringen. Damit kann man sich die Lernphase mit den neuen Paddle etwas einfacher machen, indem man zuerst nur mit zwei Paddle übt und dann mit vier. Die Position und Form der Paddle zeigt, daß Scuf sich da wirklich Gedanken gemacht hat. Ihre Anordnung ist sowohl für große als auch für kleine Hände nahezu optimal. Man erreicht alle vier Paddle mühelos und natürlich. Die Eingewöhnungsphase an diese Anordnung fällt durch diesen natürlichen Griff sehr kurz aus. Die Paddle sind mit einem Magnetschlüssel schnell und zuverlässig zu konfigurieren, so ist keine zusätzliche Software für den Controller nötig.

Der ganze Controller fühlt sich unglaublich robust an, obwohl er mit gerade mal 267 Gramm ein wirkliches Leichtgewicht ist. Das ist ausgezeichnet für längere Gamesessions in denen die Arme nicht müde werden sollen.