Activision Blizzard

Wie wir bereits in der letzten Woche berichtet haben, verklagt die amerikanische Behörde California Department of Fair Employment and Housing Activision Blizzard wegen schwerer Fälle von Sexismus und Diskriminierung. In der Anklageschrift wurden mehrere Fälle genannt, in denen Frauen auf verschiedenste Weise von ihren Kollegen belästigt worden sind. Jetzt meldet sich der der CEO von Activision Blizzard zu Wort. In einem Brief an alle Mitarbeiter erklärt Bobby Kotick, wie man gegen diese schlechte Arbeitsbedingungen vorgehen möchte. Jedoch fehlt in diesem Brief eine entscheidende Sache.

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Nachdem das California Department of Fair Employment and Housing sein Vorgehen gegen Activision Blizzard publik gemacht hatte, hagelte es Kritik auf den Konzern nieder. Viele wütende Fans kündigten ihr WoW-Abo, Influencer kündigten ihr Kooperation. Am 22. Juli erhielt Jason Schreier, Reporter bei Bloomberg, ein recht aggressives Statement von einem Blizzard-Sprecher, der die Anschuldigungen zum Großteil dementierte. Seitdem ist nun knapp eine Woche vergangen. Jetzt meldet sich der CEO von Activision Blizzard, Bobby Kotick, in einem Brief an alle Mitarbeiter selbst zu Wort.

In diesem wertschätzte er zunächst den Mut der Mitarbeiter mit diesen Problemen an die Öffentlichkeit zu gehen. Es zähle jede Stimme und daher sei es wichtig eine sichere Arbeitsumgebung für jeden Mitarbeiter zu schaffen. Es sei nun äußerst wichtig die Arbeitsbedingungen zu verbessern, indem man viel Empathie aufbringe. Weiterhin hielt Kotick fest: „Es gibt keinen Platz irgendwo in unserer Firma für jedwede Form von Diskriminierung, Belästigung oder ungleiche Behandlung.“ Man werde gemeinsam daran Arbeiten einen inklusiven Arbeitsplatz zu schaffen, an dem Inspiration und Kreativität gedeihen könnten.
Außerdem werde man nun mit der Kanzlei WilmerHale zusammenarbeiten. Ein Team unter der Leitung von Stephanie Avakian (Management bei WilmerHale) soll die bereits vorhandenen Verfahren zur Einhaltung einer angemessenen Arbeitsatmosphäre prüfen, damit diese weiterhin befolgt werden können.

Weitere Schritte von Activision Blizzard

Schließlich nannte Kotick fünf Punkte, die zu einer Verbesserung solcher Umstände führen sollten. Diese sahen wie folgt aus:

  1. Unterstützung von Mitarbeitern. Man werde jeder Beschwerde nachgehen und werde nicht zögern die nötigen Konsequenzen einzuleiten. Zur weiteren Untersuchung habe man bereits weiteres Personal eingestellt.
  2. Zuhörsitzungen. Weil viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Änderungsvorschläge haben, werde man neutrale Räume schaffen, in denen diese Vorschläge angesprochen werden können. Diese Sitzungen sollen von Dritten moderiert werden.
  3. Personelle Veränderungen. Die Leistungen der gesamten Führungskräfte werden evaluiert. Jeder, der sich nicht an die Richtlinien zur Bewertung von Ansprüchen und Verhängung angemessener Konsequenzen hält, wird entlassen.
  4. Einstellungspraktiken. Obwohl Kotick in einer Mail zu Beginn des Jahres um die Einstellung eines möglichst diversen Teams gebeten hatte, werde er weitere Ressourcen zur Wahrung dieses Gebots bereitstellen. Dieser Schritt soll gewährleisten, dass sich die Personalverantwortlichen auf wirklich an die entsprechenden Richtlinien halten.
  5. in-Game-Veränderungen. Einige Inhalte von Spielen seien Laut Personal und Gamern unangebracht. Man werde diese schnellstmöglich entfernen.

Der Brief von Bobby Kotick lässt auf eine gute Zukunft hoffen. Jedoch vermisst er eine entscheidende Note bei dieser Erklärung: Eine Entschuldigung. Doch diese kann sich der CEO von Activision Blizzard bewusst gespart haben, da eine Entschuldigung vor einem kommenden Gerichtsverfahren einem Schuldeingeständnis gleichkommt. Ergo hätte man vor Gericht ein Indiz mehr gegen das Unternehmen hinter World of Warcraft in der Hand. Es bleibt zu hoffen, dass diesen Worten der Versöhnung ernstzunehmende Taten folgen, die wirklich für ein angenehmes Arbeitsklima bei Activision Blizzard sorgen.

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