Die Apple Vision Pro erscheint bereits Anfang Februar auf dem amerikanischen Markt. Deshalb hat Apple einige Medienhäuser zu einer Hands-on-Testung des VR-Headsets eingeladen. Wir fassen euch die Lobeshymnen und kritischen Worte zusammen.

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Bereits im Juni letzten Jahres ist die Apple Vision Pro vorgestellt worden. Nachdem das Unternehmen bereits das private und mobile Computing eingeführt hat, möchte man nun auch das räumliche Computing mit der Hilfe der VR-Brille einführen.
Um das möglich zu machen, hat Apple das erste räumliche Betriebssystem der Welt mit dem Namen visionOS vorgestellt. Das möchte mit einer Auflösung von bis zu 23 Millionen Pixeln auf zwei Bildschirmen für eine neue Form der digitalen Interaktion und die Schaffung völlig neuer Arbeitsräume stehen. Die Interaktion mit diesem digitalen Arbeitsbereich funktioniert gänzlich ohne Controller. Nur Fingerbewegungen sollen genügen. Dabei unterstützen das digitale Magic Keyboard und das digitale Magic Trackpad. Auch Macs können kabellos mit der Brille verbunden werden.

Spektakuläre Immersion mit der Apple Vision Pro

Vom Abspielen eigener Videos bis hin zum Ansehen von streambaren Inhalten der Disney+ App, die Apple Vision Pro verwandelt eure Umgebung in das Setting eures Erlebnisses. So beschreiben Dana und Cherlynn von Engadget, wie real sich das Ansehen von Videos anfühle.
Vor dem Streaming auf der Disney+ App konnte man sich zuerst einen Hintergrund, wie den Star Wars Planeten Tattoine oder den Avengers Tower aussuchen. Cherlynn beschreibt selbst, dass sie nicht im Stande war Pixel zu sehen und das Gefühl hatte, Objekte in den Videos einfach greifen zu können.

Auch das Arbeiten mit der Apple Vision Pro scheint grundsätzlich gut zu gelingen. Die allgemeine, controllerlose Interaktion funktioniert gut. Allerdings brauchen die Eingabeoptionen nach Ansicht der Engadget-Redakteurinnen noch einen Feinschliff. Das Tippen mit dem Magic Keyboard sei eine kleine Herausforderung, da sich das Arbeiten damit unnatürlich anfühle. Auch das Tippen durch Augenbewegungen könne langfristig anstrengend werden. Ob man Siri lange Texte diktieren möchte, ist wohl auch zweifelhaft.
Für kurze Anwendungen scheinen die Eingabeoptionen allerdings gute Dienste zu leisten.

Mangelnder Komfort

Dass die Apple Vision Pro in Sachen Visualität punkten kann, liegt an dem leistungsstarken M2-Chip und an den beiden 4K-Displays. Das macht die VR-Brille allerdings auch zu einer schweren Angelegenheit. Trägt man nur das beworbene Kopfband, kann es schnell zu Kopfschmerzen kommen. Das beschreibt auch Engadget-Redakteurin Cherlynn im Artikel. „Nach 15 Minuten spürte ich, wie das Gewicht des Geräts mich herunterzog. Fünf Minuten später hatte ich Schmerzen.“
Auch Webvideo-Produzent Marques Brownlee klagt über das Gewicht des Geräts in einem Tweet.

Abhilfe gibt es allerdings mit dem weniger stylischen Dual Loop, der von den Bügeln der Apple Vision Pro über euren Kopf gespannt wird. Dieser zusätzliche Riemen soll den Tragekomfort stark erhöhen.

Teures Gadget für kleine Zielgruppe

Am 2. Februar wird die Apple Vision Pro für stolze 3.499 US-Dollar im amerikanischen Markt eingeführt. Doch dann stellt sich immer noch die Frage nach dem Nutzen. Länger als eine Stunde lässt sich das VR-Gadget auf Grund seines mangelnden Tragekomforts nicht nutzen. Einen ganzen Film oder einen langen Arbeitstag lässt sich damit also nicht bewältigen.
Hinzu kommt, dass man seine VR-Erlebnisse nur bedingt mit anderen Personen teilen kann. Was passiert zum Beispiel, wenn man gemeinsam einen Film streamen möchte?

So ist die Apple Vision Pro zwar ein unglaublich spannendes Gadget, das definitiv den Weg für futuristisches Arbeiten geebnet hat. Doch im aktuellen Status quo besteht die Zielgruppe des VR-Geräts aus einer kleinen, wohlverdienenden Gruppe voller Technikbegeisterter, zu der nur ein kleiner Teil der Gesellschaft gehören dürfte.
Weitere Tech-Infos erhaltet ihr in der folgenden Übersicht.

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