Casual-Games sind Spiele, die durch ihre einfache Spielmechanik und kurze Spielzeiten eine Masse an verschiedenen Spielern ansprechen. In den letzten 45 Jahren haben sich die Spiele stark weiterentwickelt und viele neue zusätzliche Elemente eingeführt, wie die Integration von In-Game-Käufen und die Einbindung sozialer Aspekte.

Die Entwicklung von Casual-Games: Von simplen Spielen zu komplexen Erfahrungen

Casual-Games haben seit ihrer Entstehung eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. Spiele wie Pac-Man auf den damaligen Arcade-Maschinen werden heute als erste Casual-Games gehen und sind extrem populär: Neben Pac-Man zählen da auch Titel wie Space Invaders, Pong und Asteroids zu. Die Einfachheit der Spiele war dabei oftmals noch den technischen Gegebenheiten dieser Zeit zu schulden: Space Invaders hatte einen Button zur Steuerung des Schiffs und einen Button, um zu attackieren. Story, Tutorial, Levelsystem – all das gab es nicht. Auf den PCs ging es dann mit Windows Solitaire weiter – Microsoft lieferte dieses Spiel automatisch mit Windows aus, um Menschen komfortabler mit der Nutzung von PC-Mäusen zu machen, welche erst 1981 erfunden wurde. Die Entwicklung von Handys und die weite Verbreitung machte den nächsten Schritt – plötzlich spielten Millionen von Menschen Snake.

Mit der Veröffentlichung der Wii von Nintendo wurde die Casual-Welt ordentlich aufgeheizt: Wii Sports, welches teilweise mit der Wii ausgeliefert wurde, eroberte die Herzen der Menschen im Sturm und wurde fast 31 Millionen Mal verkauft. Grund dafür ist unter anderem die neue Version der Steuerung – der Aspekt der Bewegung ist extrem intuitiv zu lernen, auch für Nicht-Gamer.

Und der Boom der Smartphones und die damit verbundene Neuheit des Touchscreens haben Casual Games auf eine ganz neue Ebene hervorgebracht, dank Gaming-Erlebnissen wie Flappy Bird, Fruit Ninja und Candy Crush.

Flappy Bird schaffte es innerhalb weniger Wochen zu einem globalen Phänomen: Innerhalb eines halben Jahres wurde es 50 Millionen Mal heruntergeladen. Der Schöpfer, Dong Nguyen, entfernte die App schließlich aus den App-Stores, aufgrund der Schuldgefühle, die er aufgrund des hohen Suchtfaktors empfand. 

Doch schafften es seitdem etliche weitere Spiele, uns in ihren Bann zu ziehen: Crossy Road, Helix Jump, Rise Up und viele weitere Spiele – das Casual Gaming Genre hat durch die Popularität von Smartphones eine noch nie dagewesene Stellung im Gaming-Bereich erhalten.

Die Popularität des Genres: Warum sie so viele Spieler ansprechen

Casual-Games erfreuen sich einer enormen Beliebtheit, denn sie haben eines gemeinsam: Sie sprechen eine breite Palette von Spielern an. Die Popularität dieser Spiele ist dabei kein Zufall – die intuitive und leicht zugängliche Natur spricht Menschen jedes Alters und Hintergrunds an. Besonders hervorzuheben ist dabei die große Anzahl an weiblichen Spielern, die dieses Genre ansprechen konnte. Spiel starten und loslegen ist dabei die Devise, denn diese Spiele kommen ohne komplizierte Erklärungen aus, da sie unglaublich intuitive Mechaniken bieten. 

Die Vielfalt an Genres und Themen in Casual-Spielen ermöglicht es den Spielern, genau das zu finden, was sie anspricht. Ob man nun ein kurzes Spiel in der Mittagspause genießen möchte oder sich in ein längeres Gameplay vertiefen will, Casual-Games bieten für jeden etwas.

Ein weiterer Grund für die steigende Popularität des Genres ist, dass das Genre es regelmäßig schafft, Spiele, die einst nur an bestimmten Orten zugänglich waren, weiter zu popularisieren. Im Beispiel Wii Sports und Wii Sports Resort wurden verschiedene Sportarten in die Wohnzimmer der Spieler gebracht – Bowling, Boxen, Tennis und vieles mehr. 

Ähnlich verhält es sich beispielsweise beim Online-Poker: Während man lange Zeit eine Gruppe von Spielern finden musste, oder spezielle, landbasierte Spielbanken besuchen musste, geht das ganze jetzt deutlich einfacher online, per App oder Website. Studien zufolge sollen über 450.000 Menschen in Deutschland regelmäßig Online-Poker spielen – und die besten Pokerseiten auf Coincierge zeigen, wie umkämpft der Markt ist, um neue Spieler auf die eigene Website zu locken. Das Geschäft mit Casual-Spielern ist nämlich lukrativ: Während viele Casual-Games kostenlos sind, bieten sie häufig zusätzliche Spielinhalte gegen Echtgeld an.

Die Integration von In-Game-Käufen

Ein revolutionärer Schritt, der die Gaming-Landschaft verändert hat, ist die Integration von In-Game-Käufen. Durch den Kauf virtueller Gegenstände oder Währungen im Spiel können Spieler ihr Erlebnis personalisieren oder ihren Fortschritt beschleunigen. Als erste Mikrotransaktion wird häufig die kosmetische Pferderüstung aus Oblivion angesehen: Während die Idee damals noch verlacht wurde, konnten Mikrotransaktionen weltweit im Jahr 2023 über 73 Milliarden Dollar einbringen. Bis 2028 soll dieser Wert sogar auf 121 Milliarden Dollar steigen. 

Mikrotransaktionen haben nicht nur dazu beigetragen, dass Entwickler ihre Spiele länger unterstützen können, sondern auch eine neue Einnahmequelle geschaffen. Kritiker mögen argumentieren, dass In-Game-Käufe den Spielspaß beeinträchtigen, aber für viele Spieler bieten sie eine Möglichkeit, ihre Lieblingsspiele zu unterstützen und ihren Avatar zu individualisieren. Die Popularität dieser Käufe zeigt, dass Spieler bereit sind, für ein optimiertes Spielerlebnis zu zahlen und damit die Brücke zwischen Unterhaltung und Wirtschaftlichkeit in der Gaming-Branche weiter zu festigen.

Fazit: Wie haben Casual Games die Gaming-Landschaft verändert?

Casual-Games haben die Gaming-Landschaft nachhaltig verändert. Sie haben es geschafft, eine breite Masse von Spielern anzusprechen, die zuvor vielleicht nicht regelmäßig gespielt haben. Durch ihre einfache Zugänglichkeit und die kurzen Spielzeiten passen sie perfekt in den hektischen Alltag vieler Menschen. Die Evolution von simplen Spielen zu komplexeren Erfahrungen hat dazu geführt, dass Casual-Games mittlerweile eine große Vielfalt an Genres abdecken. Die Integration von In-Game-Käufen hat den Entwicklern ermöglicht, ihre Spiele kostenlos anzubieten und dennoch Geld zu verdienen. Der soziale Aspekt, der Multiplayer-Modi und Community-Interaktionen umfasst, hat dazu beigetragen, dass Spieler sich miteinander verbinden und gemeinsam Spaß haben können. Insgesamt haben Casual-Games gezeigt, dass Gaming nicht immer kompliziert sein muss, um fesselnd und unterhaltsam zu sein.

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