
„Ein Imperium wankt“ – wie die Stimmung vor dem Release kippte
Jedes Jahr blickt die Gaming-Welt gespannt auf den neuesten Ableger von „Call of Duty“. Die Reihe ist seit zwei Jahrzehnten ein Fixpunkt der Blockbuster-Landschaft, die Erwartungen sind gigantisch, die Fanbase leidenschaftlich. Doch rund um „Black Ops 7“ entwickelte sich schon vor dem Release eine eigentümliche Mischung aus Vorfreude und Unbehagen. Erste Berichte über ungewöhnliche Designentscheidungen machten die Runde, und Diskussionen darüber, ob die Serie nach „Black Ops 6“ tatsächlich wieder ihren alten Kern gefunden hat, wurden immer lauter.
Das Launch-Wochenende brachte die Wahrheit ans Licht. Auf Metacritic erhielt das Spiel den niedrigsten User-Score, den ein „Call of Duty“ je verzeichnet hat. Viele klicken auf die Wertungsseite und reiben sich ungläubig die Augen: ein Nutzerscore von 1,9, über 80 Prozent negative Stimmen. Während Kritiker auf dem PC solide 84 Punkte vergeben, scheint ein großer Teil der Spielerschaft regelrecht frustriert zu sein.
Parallel kämpft der Titel auch auf Steam mit einer nur „ausgeglichenen“ Bewertung. Lediglich 43 Prozent der User drücken den Daumen nach oben. Zwar repräsentiert Steam nicht die gesamte PC-Spielerschaft, doch der Trend ist nicht zu übersehen. In Foren und Social Media überschlagen sich die Kommentare – manche sprechen gar davon, die Reihe habe „ihren Weg verloren“.
„Jede Sache, die wir hassten…“ – Beschwerden und Zitate, die alles sagen
Die Kritik kommt von vielen Seiten. Mal geht es um technische Details, mal um Entscheidungen, die Fans seit Jahren ablehnen. Immer wieder wird hervorgehoben, dass die Kampagne weder pausiert noch gespeichert werden kann. Andere kritisieren Designänderungen, die sich laut ihnen vom ursprünglichen „Call of Duty“-Gefühl entfernen. Besonders heftig reagieren viele auf die Verwendung generativer KI, etwa bei den In-Game-Visitenkarten – ein Thema, das seit Monaten ohnehin kontrovers diskutiert wird. Einige Spieler bemerkten sogar verblüffende Ähnlichkeiten zu Fan-KI-Artworks, die zuletzt viral gingen.
Ein Nutzer bringt die Enttäuschung in einem vielzitierten Kommentar auf den Punkt:
„Jede einzelne Sache, zu der sich die Community extrem lautstark geäußert hat, dass sie sie hasst, haben sie in Black Ops 7 eingebaut.“
Und weiter:
„Jetzt bleibt nur noch ein dampfender Haufen Hundekot zurück, an der Stelle, an der einst ein großartiges Ego-Shooter-Imperium stand.“
Der Vergleich zu „Black Ops 6“ fällt ebenfalls häufig. Für viele wirkte dieser Teil wie ein Schritt zurück zu alter Stärke. Zombies-Modus gefeiert, Multiplayer als angenehm klassisch empfunden – ein Momentum, das viele gern fortgesetzt gesehen hätten.

