Für viele Spieler begann das Jahr 2025 mit einem unangenehmen Déjà-vu. Wer sich eine Xbox zulegen wollte, merkte schnell, dass die Konsole empfindlich teurer geworden war. Erst Zölle, dann neue Tarife, schließlich steigende Kosten bei Spielen und Zubehör – die Preisentwicklung wirkte wie eine Spirale, die sich immer weiter nach oben dreht. Und jetzt kursiert ein Gerücht, das die Community erneut in Alarmbereitschaft versetzt.

„Microsoft hat überhaupt nicht vorausgeplant“ – ein Engpass setzt die Branche unter Druck

Die RAM-Krise: Warum ein Speicherchip zum Problem wird
Was zunächst wie ein nerdiges Randdetail klingt, entwickelt sich zu einem echten Kostentreiber. Die internationale Nachfrage nach DRAM-Speicher ist regelrecht explodiert. Vor allem KI-Unternehmen wie OpenAI und Nvidia reißen große Mengen vom Markt, um ihre Serverfarmen aufzurüsten. Dadurch sind DDR4- und DDR5-Kits nicht nur knapper, sondern auch deutlich teurer geworden.

Laut dem Leak-Video habe Microsoft genau diese Entwicklung unterschätzt. Der Satz „Microsoft hat überhaupt nicht vorausgeplant“ fällt dort als direkte Kritik und trifft einen empfindlichen Punkt. Denn je knapper die Komponenten werden, desto stärker steigen die Produktionskosten – und die landen am Ende oft beim Verbraucher.

Wie alles begann: Zölle, Tarife und ein teurer Game Pass
Schon Anfang des Jahres setzte die Trump-Regierung neue Zölle auf technische Produkte durch. Die Folge: Xbox zog die Preise für Series X und Series S jeweils um rund 50 Euro an. Controller und Spiele blieben ebenfalls nicht verschont. Kaum hatte sich die Community davon erholt, kam im Herbst der nächste Schlag: Die Game-Pass-Gebühren kletterten nach oben und sorgten prompt für Unmut.

Zwar versprach Microsoft, dass Bestandskunden vorerst den alten Preis behalten. Doch auch hier ist unklar, wie lange diese Schonfrist gilt – besonders wenn die Hardware selbst bald erneut teurer wird.


Die Preisspirale dreht sich weiter – aber nicht für alle

Könnte eine neue Erhöhung wirklich kommen?
Der Leak bleibt zwar Spekulation, doch der YouTuber stuft die Wahrscheinlichkeit als „durchaus realistisch“ ein. Wenn die Produktionskosten steigen, muss ein Hersteller handeln. Entweder über Preisanpassungen, Produktionskürzungen oder aggressivere Abomodell-Strategien.

Interessant ist vor allem der Vergleich zur Konkurrenz. Während Xbox offenbar improvisieren muss, soll Sony besser vorbereitet sein: Laut Moore’s Law is Dead hat PlayStation seine DRAM-Bestände bereits frühzeitig gesichert. Hinweise darauf seien unter anderem die zahlreichen Black-Friday-Rabatte, die Sony 2025 ausgerufen hat.

Angst vor einem Alleingang – und Hoffnungsschimmer für Spieler
Ob Microsoft tatsächlich an der Preisschraube dreht, entscheidet sich wohl in den kommenden Monaten. Viel hängt davon ab, wie schnell sich der DRAM-Markt stabilisiert und wie stark die Nachfrage der KI-Riesen bleibt. Für viele Spieler wäre eine erneute Erhöhung ein herber Rückschlag – besonders nach einem Jahr, das von Preissprüngen geprägt war.

Dennoch gibt es einen Funken Hoffnung: Manche Analysten gehen davon aus, dass die Produktionsketten ab 2026 wieder entlastet werden könnten, weil neue Fertigungsstandorte in Asien hinzukommen. Ob das reicht, um die Xbox-Preise zu normalisieren, wird sich zeigen.

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