
„Die Vergangenheit klopft an – aber nicht zu laut“
Wenn ein neuer Resident-Evil-Teil angekündigt wird, schwingt bei vielen Fans sofort eine besondere Art von Nostalgie mit. Kaum eine Reihe hat so viele ikonische Figuren hervorgebracht, dass selbst ein winziger Hinweis auf mögliche Rückkehrer die Community zum Brodeln bringt. Genau diesen Nerv trifft Capcom jetzt mit Resident Evil: Requiem, dem nächsten großen Horrorprojekt für Xbox Series X|S, PlayStation und PC.
In einem Interview mit Produzent Masato Kumazawa – die Quelle stammt aus einem aktuellen Capcom-Pressegespräch – wurde bestätigt, dass das Spiel Charaktere zurückbringen wird, deren Geschichten tief in den Ereignissen von Raccoon City verwurzelt sind. Kumazawa sagte wörtlich: „Rechnet mit Figuren, die mit Raccoon City verbunden sind.“ Doch bevor dieser Satz ungezügelte Fanträume entfesseln konnte, folgte sofort der Dämpfer. Er betonte, man solle die Erwartungen bewusst niedrig halten, damit das Erlebnis im Spiel selbst seine Wirkung entfalten kann.
Diese Vorsicht ist kein Zufall. In der jüngeren Vergangenheit tauchten angebliche Leaks auf, die Leon S. Kennedy in einer frühen Version des Spiels zeigen sollten. Kumazawa bezeichnete diese Berichte jedoch klar als falsch. Das wirft die Frage auf, ob Capcom nur falsche Gerüchte ausräumen will oder absichtlich Nebel legt, um Überraschungen zu schützen.
„Wer kommt wirklich zurück?“ – Zwischen Hoffnung, Andeutungen und Geheimhaltung
Trotz aller Zurückhaltung ließ Kumazawa durchblicken, dass Requiem mehrere bekannte Persönlichkeiten zusammenführen könnte, darunter auch Charaktere aus Abschnitten der Serie, die längst als abgeschlossen galten. Besonders spannend ist der Hinweis auf die Outbreak-Reihe. Alyssa sei nicht die einzige Figur, die potenziell in die Handlung zurückkehren könne. Gleichzeitig wollte Kumazawa aber keine Namen nennen und machte klar: „Wir machen keine festen Versprechen.“
Diese Mischung aus Andeutungen und bewusst gesetzten Grenzen zeigt, wie Capcom sich aktuell positioniert. Man möchte den Fans Raum für Vorfreude geben, aber verhindern, dass Spekulationen den Kern des Spiels überschatten. Gerade weil die Story an die Raccoon-City-Vergangenheit anknüpft, liegt die Vermutung nahe, dass Cameos oder Rückkehrer eher punktuell eingesetzt werden, um die Atmosphäre zu stärken, statt die Handlung mit Fanservice zu überladen.
Auch wenn noch völlig offen bleibt, wer tatsächlich auftaucht oder welche Bedeutung die Rückkehrer für die neue Erzählung haben, ist eines schon jetzt klar: Resident Evil: Requiem zählt zu den am heißesten diskutierten Horror-Titeln des kommenden Jahres. Die Mischung aus neuen Figuren, bewusster Geheimhaltung und dem greifbaren Echo der Vergangenheit sorgt dafür, dass jede kleine Information zum Rätselstück eines großen Ganzen wird – eines, das Fans unbedingt lösen wollen.

