
Ein Vater, ein Cockpit, ein Ziel“: Wie aus einer Gaming-Idee ein emotionaler Kraftakt wurde
Manchmal beginnen große Geschichten ganz leise – mit einem einfachen Entschluss. Der britische Content-Creator UKOG setzte sich ursprünglich nur ein Ziel: Spenden für seine beeinträchtigte Tochter Alba sammeln, um ihr notwendige Unterstützung und rechtliche Hilfe zu ermöglichen. Doch was daraus wurde, übertraf jede Vorstellung.
Die Bühne für seine Aktion war kein Stadion, kein TV-Event, sondern ein virtuelles Cockpit: „Assetto Corsa Competizione“, eine der anspruchsvollsten Rennsimulationen der Welt. Wer sie kennt, weiß, wie fordernd die Steuerung sein kann. Doch ein 24-Stunden-Rennen alleine zu fahren – ohne Team, ohne echte Pausen – ist eine Herausforderung, die sonst mehrere Profis gemeinsam stemmen.
UKOG entschied sich dennoch für den Solo-Start. „Wenn sie kämpfen muss, kämpfe ich mit“, sagte er laut Chat-Aussagen im Stream. Der Satz wurde schnell zum Leitmotiv seiner Community. Denn es ging hier nicht um Rekorde, sondern darum, zu zeigen, wie weit ein Vater bereit ist zu gehen.
„30 Sekunden für alles“: Wie man ein 24h-Rennen übersteht und am Ende sogar gewinnt
Was folgte, war ein körperlicher und mentaler Ausnahmezustand. Die Regeln des Formats sahen vor, dass UKOG lediglich während der 30-sekündigen Boxenstopps kurz verschnaufen konnte. Diese halbe Minute nutzte er zum Essen, Trinken, Strecken – oder einfach, um nicht wegzukippen.
Doch genau in diesem Zustand begann etwas, womit niemand rechnete: Er fuhr nicht nur durch, er dominierte das Rennen. Über die gesamten 24 Stunden hinweg hielt er das Tempo hoch, blieb konzentriert und setzte taktisch kluge Stopps. Am Ende stand ein Resultat, das selbst erfahrene Simracer verblüffte: UKOG gewann das komplette Rennen – als Solo-Fahrer.
Damit nicht genug: Er sicherte sich zusätzlich die schnellste Runde unter allen Teilnehmern. Ein Triumph, der in der Szene sofort Wellen schlug. Parallel lief seine Spendenaktion auf Twitch heiß – Zuschauer aus aller Welt schalteten ein, teilten den Stream, spendeten und feuerten ihn an.
Als das Rennen endete, zeigte die Spendenuhr über 15.000 Pfund an. Geld, das direkt seiner Tochter zugutekommt. Die Community feierte nicht nur die sportliche Leistung, sondern vor allem die Botschaft dahinter: Ein Vater, der buchstäblich bis zur Grenze geht – und ein bisschen darüber hinaus.

