In den vergangenen Monaten haben Apple und der Fortnite-Entwickler Epic heftig über die Rahmenbedingungen des App-Stores gestritten. Nun ist es in den USA zu einer Entscheidung gekommen. Apple muss seine Kontrolle über den ebenso lukrativen wie streng abgeschirmten App-Store lockern. Eine wegweisende Entscheidung, die auch andere App-Entwickler und Entwicklerinnen betreffen und in Zukunft weiter beschäftigen wird.

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Über ein Jahr ist es schon her, dass Apple das beliebte Battle Royal Spiel Fortnite aus dem eigenen App-Store geworfen hat. Grund: Epic wollte ein eigenes Bezahlsystem an Apple vorbei installieren. Damit können Spieler sich kosmetische Inhalte im ansonsten Free-To-Play verfügbaren Shooter dazukaufen. Der darauf folgende Rechtsstreit hat auch außerhalb der Gaming-Blase für Furore gesorgt und viel Drama mit sich gezogen.

Die brisante Antwort von Epic auf den Rausschmiss von Fortnite aus dem Apple-Store

Eine Schlappe für Apple…

Das gesprochene Urteil in Kürze: Die zuständige Richterin hat eine Verfügung gegen Apple erweckt, in der es heißt, dass es Apple seinen Entwicklern nicht mehr verbieten darf, auf externe Bezahlmethoden zu verweisen und externe Links zu platzieren. Trotzdem wurden nahezu alle von Epic Games vorgebrachten Klagepunkte abgewiesen. Bestimmte App-Store-Regeln seien aber wettbewerbswidrig und müssten gestrichen werden, um Kunden mehr Auswahl zu geben und für Wettbewerb zu sorgen. Der Prozess habe gezeigt, dass Apple wettbewerbswidriges Verhalten im Sinne der kalifornischen Wettbewerbsgesetze an den Tag gelegt hat.

Doch auch Epic muss Abstriche machen

Doch auch Epic muss einige teure Zugeständnisse machen. Mit der heimlichen Integration einer eigenen Bezahlschnittstelle in Fortnite hat Epic Games nämlich nach Ansicht des Gerichts den Entwicklervertrag mit Apple gebrochen. Epic müsse deshalb anerkennen, dass die iOS-Entwicklervereinbarung rechtmäßig ist und Apple diese Vereinbarung jederzeit nach Gutdünken aufkündigen kann. Eine erhebliche Schlappe für die Spielefirma. So muss Epic nun außerdem 30 Prozent von den über 12 Millionen US-Dollar an Apple abführen, die über die eigene Bezahlschnittstelle in Fortnite umgesetzt wurden.

Einen eindeutigen Sieger gibt es also nicht. Und tatsächlich ist das Urteil noch nicht endgültig rechtskräftig, denn Apple hat nun 90 Tage Zeit, um Einspruch zu erheben. Es bleibt also spannend, wie es beim größten Rechtsstreit zweier Spieleentwickler bzw. Technikunternehmen der jüngsten Geschichte weiter geht.

Die neusten Neuerungen in Fortnite könnt ihr im folgenden Artikel über den Neymar Skin nachlesen. Außerdem ist das beliebteste Sammelkartenspiel der Welt, Magic The Gathering Arena, auch digital und nun auch als Mobile App verfügbar.

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